Fokus auf Wettbewerb (Die 1980er Jahre)
Alfer baute ausschließlich hochwertige Wettbewerbsmaschinen. Anders als Rieju (die auf Mopeds setzten), wollte Alfer im Profi-Sport gegen KTM und die Japaner antreten.
- Die Motoren: Alfer entwickelte keine eigenen Motoren, sondern nutzte die besten verfügbaren Aggregate. In der Hauptphase waren dies:
- Rotax (Österreich): Vor allem die luft- und später wassergekühlten Zweitakter mit Drehschiebersteuerung oder Membraneinlass.
- Villa (Italien): In einigen frühen Modellen kamen Motoren von Francesco Villa zum Einsatz.
- Modelle: Die bekannteste Serie war die GR (Enduro) und MC (Motocross) in den Hubraumklassen 125, 250 und 300 cm³.
- Innovation: Alfer war einer der ersten spanischen Hersteller, der Scheibenbremsen an beiden Rädern und hochwertige Fahrwerke von White Power (WP) oder Marzocchi serienmäßig verbaute.
Sportliche Erfolge
In Spanien war Alfer sehr erfolgreich. Fahrer wie Jordi Arcarons (bevor er zur Rallye Dakar wechselte) und Pep Vila gewannen auf Alfer nationale Meisterschaften im Enduro und Motocross. Besonders die Alfer GR 300 galt in den späten 80ern als eine der stärksten Enduros auf dem Markt.
Expansion und Niedergang (Die 1990er Jahre)
In den 90er Jahren versuchte Alfer, das Portfolio zu erweitern:
- EVX-Serie: Diese Modelle waren die Weiterentwicklung der Enduro-Linie mit modernen Wassergekühlten Rotax-Motoren.
- VR-Serie: Alfer experimentierte auch mit der VR 250, die für ihre Zeit sehr modern wirkte.
- Diversifizierung: Man versuchte sich im Bau von Quads und sogar einem kleinen Trial-Modell, konnte aber gegen die Übermacht von GasGas (im Trial/Enduro) und KTM wirtschaftlich nicht bestehen.
