Der Aufstieg zum Motorengiganten (1960er – 1980er)
- Spezialisierung: Das Unternehmen stellte die Produktion kompletter Motorräder ein und konzentrierte sich ausschließlich auf Zweitaktmotoren.
- Kunden: Minarelli wurde zum wichtigsten Lieferanten für fast alle italienischen Marken (Aspes, Fantic, Accossato, Aprilia, Gabbiano, Milani, Valentini) und viele internationale Hersteller (u.a. Cotton).
- Sportliche Erfolge: In den 70ern und 80ern dominierte Minarelli den Rennsport. Mit dem legendären Ángel Nieto gewann Minarelli 125ccm-Weltmeisterschaften (1979 und 1981).
- Der P6-Motor: Einer der berühmtesten Motoren der Geschichte war der Minarelli P6 (später K6). Er war die Basis für unzählige Enduro- und Straßenrennmaschinen und galt als extrem tuningfreundlich.
Die Yamaha-Ära (1990–2020)
- Kooperation: 1990 begann eine enge Zusammenarbeit mit Yamaha. Minarelli produzierte nun Motoren für Yamaha-Modelle in Europa (z.B. für den berühmten Roller Yamaha Aerox/MBK Nitro).
- Übernahme: 2002 übernahm Yamaha die Mehrheit an Motori Minarelli komplett.
- Produktionsrekord: Im Jahr 2008 verließ der 10-millionste Motor das Werk in Calderara di Reno. Minarelli war zu dieser Zeit das Kraftzentrum für Yamahas europäische Flotte und belieferte weiterhin Drittkunden.
